Es war eine harte, nervenzerrende Woche für die FCM-Elf. Die Last-Minute-Niederlage vom letzten Wochenende gegen den FC Förderkader schmerzte doch sehr. Gegen den TSV Friedland, vor der Partie noch ohne Punkt, auf dem letzten Tabellenplatz musste unbedingt ein Sieg her, wenn man die Spitzengruppe nicht aus den Augen verlieren wollte.

Vollgas ab der ersten Minute

Der FCM begann in der gleichen Formation wie im Pokal vor einer Woche und legte sehr forsch los. Sebastian Drews versuchte es nach 6 Minuten aus 40 Metern per Freistoß. Das Geschoss konnte der Keeper nur abklatschen, aber das Nachsetzen und die darauf folgende Ecke blieben ohne Erfolg. Dann hatte Enrico Karg gleich zweimal die Chance zur Führung, doch er scheiterte zuerst am Torwart und danach schob er nach einem Solo das Leder knapp vorbei. Nachdem die Rostocker die Anfangsoffensive überstanden hatten, gestaltete sich die Partie ausgeglichener.

"Es gibt schlechtere Geburtstagsgeschenke" wird sich FCM-Trainer Ronny Stamer nach 70 gespielten Minuten in der ersten Runde des Landespokals beim starken FSV Kühlungsborn gedacht haben. Genau eben in dieser Minute hatte Tino Witkowski mit seinem schönen 2:0 den berühmten Sack zugunsten der Schweriner zugebunden und damit seinem Team, den zahlreichen Anhängern und auch seinem Chefcoach, der am Samstag Geburtstag hatte, endlich auch mal eine Schlussphase zum Genießen beschert.

Zum ersten Heimspiel der neuen Saison empfing der FC Mecklenburg den FSV Bentwisch. Ca. 350 Zuschauer verfolgten bei perfekten Rahmenbedingungen dieses denkwürdige Spiel. Schwerin versuchte sofort Druck auszuüben und hatte durch Marcin Dymek ´s Pfostenkopfball die erste Gelegenheit. Aber die Bentwischer, die eine Woche zuvor dem MSV Pampow einen Punkt abgerungen hatten, hielten überaus mutig dagegen.