Wieder gut gespielt, wieder auf Augenhöhe mit dem Gegner, aber am Ende leider auch wieder keine Punkte für die Landeshauptstädter. Dabei standen die Zeichen eigentlich ganz gut. Die Leistungen vom letzten Heimspiel gegen den Malchower SV wurden im Training wiedergegeben. Auch die vierstündige Busfahrt nach Seelow wurde mit guter Stimmung ruckzuck bewältigt. Aber am Ende des Tages steht der letzte Tabellenplatz zur Buche.

„Das Spiel mit den Jungs hat richtig Spaß gemacht! Hätte mir vorher jemand gesagt, dass wir gegen Malchow 1:1 spielen, hätte ich das sofort unterschrieben“, bemühte Enrico Neitzel nach der Oberligapartie gegen den Malchower SV diesen oft zitierten Satz, um das Geschehen der neunzig vorangegangenen Minuten in Worte zu fassen.

Es war alles angerichtet für einen tollen Abend im Sportpark Lankow. Die neue Tribüne durfte vor einer tollen Kulisse Oberliga-Luft schnuppern, es waren reichlich Zuschauer gekommen und die Spieler waren motiviert den Bock umzustoßen. Am Ende des Abends stand ein 0:4 auf der Anzeigetafel bei strömenden Regen.

Es war alles vorbereitet für einen würdigen Rahmen. Der Lübzer SV zeigte sich so gütig auf sein eigentliches Heimrecht zu verzichten. Somit war es möglich, dass die Saisoneröffnung mit allen Nachwuchsmannschaften durchgeführt werden konnte. Es war ein langer, aber durchaus erfolgreicher Tag für alle Verantwortlichen, die es mit dem FCM halten. Mit knapp 400 Zuschauern gab es zudem eine ordentliche Kulisse, die sehr gespannt auf das neue "Drumherum" waren.

Solche Spiele mit klaren Verhältnisse (Landesklasse gegen Oberliga) bürgen immer die Gefahr, dass der vermeintlich „kleine“ Gegner unterschätzt wird und die eigentlich stärkere Mannschaft eine böse Überraschung erlebt. Soweit ist es aus FCM-Sicht allerdings nicht gekommen, da die erste Pokalrunde mit einem 5:0 Auswärtssieg erfolgreich gemeistert wurde.

Es sind diese Plattitüden, welche gerne zum ersten Spiel einer neuen Saison von den Verantwortlichen gewählt werden. Niemand weiß genau, wo er aktuell steht und wird dann häufig aus den eigenen Reihen zu dem Besten gewählt. Nach 90 gespielten Minuten lässt sich konstatieren, dass der FCM die längste Reise der Saison ohne Punkte im Gepäck abgeschlossen hat. Dabei war mehr drin und nach der ersten Halbzeit nicht unbedingt damit zu rechnen.

Nach sieben Testspielen hat der FC Mecklenburg Schwerin seine Vorbereitung auf die Oberligasaison 2017/18 abgeschlossen. Am Sonnabend war der Verbandsligist Greifswalder FC zu Gast im Sportpark Lankow. Die Greifswalder streben in dieser Saison nach zwei erfolglosen Versuchen den Aufstieg in die Oberliga an. Der FCM, mit einem stark verjüngten, offensiven Team, konnte sich daher auf ehrgeizige Gegner einstellen.

Die längste Reise der Saison beendete der FC Mecklenburg Schwerin mit einem Auswärtssieg. In der Endabrechnung belegt man damit – das war schon vor dem letzten Spiel klar – Tabellenrang 11. Die Bilanz mit 36 Punkten aus 30 Spielen liest sich für einen Aufsteiger sehr ordentlich. Bitter, dass viele Punkte in den letzten Minuten verspielt wurden.

Bei extremen sommerlichen Temperaturen holen die Schweriner ein starkes Remis. Davor kann man nur den Hut ziehen, denn die Gäste wollten unbedingt Revanche für die Hinspiel-Niederlage nehmen. Vor dem Spiel wurden folgende Spieler verabschiedet:

Vor dem Spiel wären nicht wenige, aufgrund der akuten Personalsorgen, mit einem Punktgewinn zufrieden gewesen. Immerhin sorgte diese eine Punkt dafür, dass der Klassenerhalt nun sicher ist. Dennoch war der Sieg zum Greifen nah, wurde allerdings mit der letzten Aktion im Spiel hergeschenkt.