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FCM zieht ins Landespokalfinale ein

FC Mecklenburg Schwerin zieht dank eines 4:0-Sieges beim TSV Bützow ins Landespokalfinale ein und trifft dort auf Hansa Rostock

So ein bisschen haben Tino Witkowski nach dem Pokal-Halbfinale beim TSV Bützow die Worte gefehlt. „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Wir genießen jetzt erstmal den Sieg und lassen dann das Finale auf uns zukommen“, freute sich Schwerins Spielmacher über den historischen Erfolg des FC Mecklenburg Schwerin, der dank eines 4:0-Sieges am Mittwochabend jetzt am Pfingstmontag im Finale in Neustrelitz auf den FC Hansa Rostock trifft.

So deutlich das 4:0 auf dem Papier auch klingen mag, ein wenig Glück hatte der Oberligist aus Landeshauptstadt schon – zumindest im ersten Durchgang. Der FCM ließ Ball und Gegner zwar ordentlich laufen, die Chancen aber hatten die Hausherren aus Bützow. Gleich vier Hochkaräter verzeichnete der TSV, ein Tor gelang ihm aber nicht. Das machte auf der Gegenseite Schwerin durch Karim Hemgard Barka eine Minute vor der Pause. „Eigentlich muss er den Pass von Pataman auf mich durchlassen. Da war ich kurz schon sauer, aber Karim ist ne coole Socke und macht den dann auch eiskalt“, so Witkowski, der nach 25 Minuten mit einem starken Solo selbst die Chance auf das 1:0 hatte, allerdings zu schwach abschloss, zum Führungstreffer.

Schwerin zeigte sich vor 450 Zuschauern am Ende einfach kaltschnäuziger. Kam das 1:0 schon zum richtigen Zeitpunkt, legte der FCM nach 53 Minuten mit dem 2:0 nach. Der völlig allein gelassene Christopher Kaminski veredelte eine schulbuchmäßige Flanke von Evgeni Pataman zum 2:0. Für die endgültige Entscheidung sorgte dann Witkowski, der aus dem Stand aus gut 25 Metern trocken abzog und zum 3:0 traf (56.). „Ich hatte im letzten Training schon eine gute Torschusseinheit und somit auch ein gutes Gefühl. Dass der dann so da reinsegelt und damit der Ofen für Bützow aus war, freut mich natürlich.“

Für den 4:0-Endstand sorgte eine Viertelstunde vor Schluss dann Pataman, der freistehend keine Mühe hatte, die Vorlage von Barka zu verwandeln. Dass der FCM am Ende auch kein Gegentor kassiert hatte, war auch zum großen Teil Torwart Max Böttcher zu verdanken, der im ersten Durchgang gleich dreimal zur Stelle war und auch in Halbzeit zwei nach etwa 80 Minuten eine Bützower Großchance vereitelte.

Für den FC Mecklenburg Schwerin geht es in der Liga bereits am Sonnabend zu Hause gegen den Brandenburger SC Süd weiter. Dort kämpfen die Landeshauptstädter noch um den Klassenerhalt. Auch wenn der am Ende vielleicht nicht gelingen sollte, kann ihnen aber das Pokalfinale und somit den größten Erfolg der Vereinsgeschichte niemand mehr nehmen.

FC Mecklenburg Schwerin: Böttcher – Maas, Harada, Gorkow, Gilnics – Cygankov, Kaminski (77. Zotke), Witkowski (81. Reuter), Henschke (65. Orth), Pataman, Barka

T./F.: Hagen Bischoff